Rathaus, Rothenburg Ob Der Tauber

Stilmix

Gotik und Renaissance vermischen sich im Rothenburger Rathaus

Rothenburgs Rathaus mit der prächtigen Renaissance-Fassade besteht aus zwei Teilen: Der gotische Doppelbau mit dem Rathausturm stammt aus der Zeit zwischen 1250 und 1400. Vom Maler Friedrich Herlin wurde er auf seinen Tafeln am Hauptalter der St.-Jakobs-Kirche überliefert. Der einheimische Baumeister Leonhard Weidmann entwarf und baute zwischen den Jahren 1572 bis 1578 den wohl imposantesten Bau dieser Stilepoche nördlich der Alpen. Während der östliche Teil 1501 einem Brand zum Opfer fiel, ist der westliche Teil mit dem schlanken Glockenturm bis heute erhalten geblieben. Die Arkaden wurden 1681 angefügt, ihre Rundbögen werden von den Wappen der sieben Kurfürsten geschmückt. Die Gebäudeteile sind durch den Lichthof verbunden. Am Portal sind links und rechts die alten Rothenburger Maße zu sehen. Da im Mittelalter jeder noch so kleine Staat über seine eigenen Maße verfügte, wurden diese öffentlich am Marktplatz kundgetan. Zu sehen sind links „Rute“, „Elle“ und „Schuh“, auf der rechten Seite das „Klafter“. Architektonisch bedeutend ist der Rathausturm, der kein eigenes Fundament besitzt, sondern nur auf den Giebel aufgesetzt wurde. Die Aussichtsplattform des Turmes ist erreichbar über den Haupteingang.

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