Staudt Haus, Rothenburg Ob Der Tauber

Macht und Einfluss der Patrizier

Das Stаudt‘sche Haus bewahrt seine ganze Pracht im Verborgenen

Die Familie von Staudt gehörte über mehrere Generationen dem Stadtregiment an. Um 1700 fanden in dem Staudt-Haus die Adelsverleihungen statt. Erst mit Jeremias Christian Staudt als letztem regierenden Bürgermeister von Rothenburg und dem Ende der reichsstädtischen Verfassung um 1802 verlor die Familie von Staudt an Macht. Ihr prächtiges Anwesen in der Herrngasse 18, die frühere Prachtstraße der Stadt, ist das älteste unverändert erhaltene Patrizierhaus in Rothenburg. Es entstand im 12. Jahrhundert und befindet sich seit 1644 bis auf den heutigen Tag im Besitz der Familie von Staudt, die vom Hause Habsburg in den Adelsstand erhoben wurde. Hinter der zur Straßenseite hin schlicht gehaltenen Fassade erstreckt sich das weiträumige Areal, das von allen Seiten durch Mauern geschützt und nicht öffentlich zugänglich ist. Erst gleichsam im Verborgenen entfaltet sich die ehemalige bürgerliche Pracht, der gehobene Levbensstandard der einstigen Oberschicht. Hier liegen auch die Stallungen, die Wirtschafts- und Gesinderäume sowie der idyllische Garten, in dem Europas höchste Eiben gedeihen. Sie wurden bereits 1678 gepflanzt. In der sogenannten Tenne sind heute noch die Wacht- und Trinkstuben vorhanden. Die originale Küche aus der Entstehungszeit ist ein Kleinod für sich. Auffallend sind die kunstvollen schmiedeeisernen Fenstergitter von 1772 im Stil des Barock, sie zieren dieses bemerkenswerte Haus. Auch die Klingelzüge an der Eingangstüre passen gut dazu und stellen einen Blickpunkt dar, genau so wie das Familienwappen über dem Eingang. Inschrifttafeln weisen auf prominente Besucher hin die in diesem Hause wohnten, wie Kaiser Karl V. und Ferdinand I.

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