Burgtor, Rothenburg Ob Der Tauber

Schutz nach Erdbeben

Das Burgtor ersetzt die frühere Burg

Die Burg als Keimzelle der Stadt blieb der Nachwelt zwar nicht erhalten, dafür aber das Burgtor mit dem alles überragenden Turm und der romantische Burggarten. Von der Bergzunge eröffnet sich ein fantastischer Blick über das Taubertal und auf die Stadt, die bis an die Hänge gebaut wurde. Grund für den Bau des Burgtors war eine Naturkatastrophe in Rothenburg: Im Jahre 1356 zerstörte ein Erdbeben die Burganlagen. Ein wehrhaftes Tor sollte fortan die Stadt schützen, damit Angreifer nicht von Westen einfielen.

Als natürlicher Schutz zum Landesinneren verlief vor dem Tor früher ein Graben, und das Burggelände konnte nur über eine Zugbrücke betreten werden. An dem Turm sind die Laufrillen der Brücke noch erkennbar. Nachdem klar war, dass die eingestürzte Burg nicht mehr zu retten ist, erhielten die Bürger von Kaiser Karl IV. die Erlaubnis, die Steine zum Bau städtischer Gebäude zu nutzen. Das Stadtwappen am Torbogen zeigt den Reichsadler, allgemein das Zeichen der freien Reichsstädte, die autonom und direkt dem König oder Kaiser unterstellt waren. Das Symbol für die Festung erinnert daran, dass Rothenburg seine Gründung der Errichtung der Burg zu verdanken hat. Das Burgtor bildet heutzutage den Eingang in den Burggarten – einem kleinen Park, in dem es je nach Jahreszeit wunderschön grünt und blüht. Die Bänke entlang der Fußwege laden ein, den faszinierenden Ausblick auf die einmalige Stadtsilhouette und das Taubertal zu genießen.

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